DAS ZEICHEN DES GLORREICHEN KREUZES

DIE BEVORZUGTE SEELE

MADELEINE wurde am 27. Okt. 1924 zu Putôt-en-Auge geboren, einem kleinen Dorf der Normandie, am Fuße des Haute Butte gelegen (Haute Butte = kleiner Erdhügel). Es gehört zum Gebiet von Dozulé, einem bedeutenden Marktflecken mit einer Schule " Sankt Josef ", die von Schwestern geleitet wird.

Ihre Eltern ziehen sich nach 35 Jahren im Dienst eines Großgrundbesitzers zurück in ein kleines Haus, das sie einige Jahre vorher gekauft haben. Sie haben drei Kinder : Jean, 1913 geboren, Madeleine und Pierre, 1927 geboren.

Madeleine vermählt sich nach ihrer Schneiderinnenlehre - kurz nach dem Tode ihres Vaters - am 14-8-1948. Ihre Mutter bewohnt weiter das Haus mit der neuen Familie. Sie lebt bis ins Alter von 94 Jahren (  Okt. 83), umgeben von aufmerksamer und liebevoller Sorge ihrer Tochter. Es werden dann fünf Kinder geboren, alle in Putôt. Das Haus ist zu klein geworden. 1968 läßt sich die Familie in Dozulé nieder, in einem geräumigeren Haus, nahe von Schule, Katechismus-Lehrraum und Kirche. Madeleine und ihr Gatte erziehen nicht ohne Mühe ihre 5 Kinder.

Im Jahre 1970 nimmt sich Madeleine vor, ein wenig von ihrer Mutter gedrängt, wieder ihre Ostern zu halten, was sie seit vier Jahren vernachlässigt hatte ; die Kirche von Putôt hatte keinen Priester mehr. Nach einer mutigen Beichte entschließt sie sich, am Ostersonntag und am folgenden Sonntag zu kommunizieren.
Und siehe da, an dem Sonntag nach Ostern nach ihrer Kommunion, noch bevor sie wieder an ihren Betstuhl kam, um sich niederzuknien, " begab sich etwas, was ich mir nicht erklären konnte... ; ich empfand es wie eine Ohnmacht. Ich war wie trunken vor Freude und vor Glück. Es schien mir, als entdeckte ich eine andere Welt. " Und das dauerte bis zu ihrer Rückkehr nach Hause. Die ganze Woche denkt sie daran ; aber sie kann es nicht begreifen. So hat sie es eilig, am folgenden Sonntag, dem 12. April 1970, zu kommunizieren, weniger aus Gläubigkeit, als aus Neugier.

La maison de Madeleine

Und von diesem Tag an beginnt für sie ein ganz anderes Leben. Von neuem " überfiel mich diese innere Freude ; aber diesmal fühlte ich jemand gegenwärtig, der nicht von dieser Welt war... ich fühlte die Anwesenheit Jesu, des Heiligen Geistes, ich fühlte, daß eine übernatürliche Macht mich beherrschte, ich fühlte eine süße Gegenwart... Die Welt existierte nicht mehr ; mein Körper existierte nicht mehr. Es blieb nur Gott in mir und ich in Gott. "

Als sie nach Hause zurückkehrt, fühlt sie sich umgewandelt. Ihr Geist ist voll Freude, und diese Freude verläßt sie keinen Augenblick mehr. Es geht nicht mehr darum, Pfingsten abzuwarten, um wieder zu kommunizieren. Am dritten Sonntag nach Ostern, dem 19. April, " erneuert sich diese wunderbare Freude ". - Sie weint darüber vor Glück. Sie entschließt sich, sich ihrem Beichtvater anzuvertrauen ; denn ein solches Geheimnis kann nur von einem Priester verstanden werden : " Nicht mehr ICH lebe ; Jesus lebt in mir. " Der Priester gibt ihr die Möglichkeit, in der Woche zu kommunizieren. " Es dauert so lange, von einem Sonntag bis zum anderen zu warten... Nichts kann eine Messe ersetzen. Jesus in der Hostie hat mich vom Zweifel errettet, und in jeder Messe sehe ich wirklich, durch den Priester, Jesus in seinen Gebärden am Vorabend seines Leidens, und ich sehe den Geist Gottes auf den Altar herniederkommen, um sich uns allen mitzuteilen. "

Immer mehr will sie Gott gefallen, indem sie rein wird wie ein Kind. Alle Sorgen sind vergessen. Ihr Leben, das sie vorher uninteressant, und eher traurig fand hat sich geändert. " Alles wird gewandelt, wenn man jeden Morgen alles Gott opfert aus "Liebe zu Ihm", der Sein Leben für jeden von uns geopfert hat. Christus ist auferstanden ; er lebt wirklich. Alle Tage erfahre ich diese Auferstehung... Laßt niemals einen Tag vergehen, ohne zu beten, ohne an Jesus zu denken, an alle, die leiden, die weinen... Das Gebet vereinigt uns mit Gott und schenkt uns die geistige Freude, die kein materielles Gut ersetzen kann... Weder die Wissenschaft noch die menschliche Klugheit, noch die schönen Worte, die man euch sagen kann, können das Herz eines Ungläubigen entdecken, der nicht an Gott glaubt. Die Bekehrung ist nicht das Werk des Menschen. Gott muß ihn anziehen durch Seinen Geist. Ohne den Heiligen Geist ist der Mensch nichts, kann er nichts. Man muß beten "aus Liebe" ; denn ohne den Geist Gottes sind wir nichts. Er wacht unaufhörlich über uns ; sage es allen : Gott wacht über uns in jedem Augenblick. Und wenn wir das wissen und gut begreifen, können wir Gott danken. Gott allein kann so das Herz des Menschen umwandeln ; aber um Gnaden vom Herrn zu bekommen, muß man viel, mit Vertrauen und Glaube beten. "

" In meinem Geiste singt alles das Lob des Herrn : die Blumen, ihr Duft, die Bäume, der morgendliche Tau. Alles, was Dasein hat, was lebt, ist Atem Gottes ; denn hier auf dieser Erde singt alles das Lob Gottes... Ich zweifelte an dem Dasein Gottes. Mein Leben war uninteressant : traurig, fünf Kinder waren zu erziehen, Mangel an Geld... aber seit diesem 12. April 1970 ist es für mich Auferstehung meines Geistes, meiner Seele. Die materiellen Sorgen sind entflohen. Dieser innere Friede erhebt sich über alles, was auf Erden existiert... Der Himmel erwartet uns am Ende unseres Erdenlebens... "

Madeleine lebte so ca. zwei Jahre in Danksagung, bis Palmsonntag 1972. Wie 1971, will sie diese heilige Woche, in der Christus so viel gelitten hat, um die ganze Welt zu retten, innerlich ganz miterleben. Dann kommt der Dienstag der Karwoche, der 28. März...

"DAS ZEICHEN DES GLORREICHEN KREUZES"
"LES AMIS DE LA CROIX GLORIEUSE"
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